Basisimpfungen

 

Schutzimpfungen schützen vor den jeweiligen Krankheiten oder sie bewirken zumindest einen deutlich schwächeren Krankheitsverlauf. 
Der Grundgedanke der Schutzimpfung entstammt einer jahrtausend alten Erfahrung, dass Infektionskrankheiten und Vergiftungen einen Schutz gegen spätere Infekt- oder Gifteinwirkungen hinterlassen. (H. Spiess) 

Die derzeitig bei Reisen üblichen aktiven und passiven Immunisierung sind im folgenden aufgelistet. Die Ausführungen können nur einen Anhaltspunkt geben. Sie richten sich nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes, die diese Empfehlungen laufend aktualisiert.

Grippe / InfluenzaIndikation bei Personen über 60 Jahre;
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bei chronischem Grundleiden, Immundefizienz oder vermehrten Kontakten (z.B. beruflich); alle Personen bei Auftreten von Epidemien. 

Masern, Mumps, RötelnIndikation bei allen nicht immunen Personen ab dem 12. Lebensmonat, alle Länder. 

PneumokokkenIndikation bei Personen über 60 Jahre;
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bei chronischen Grundleiden oder Immundefiziens. 

PoliomyelititsIndikation bei allen Personen ab 3. Lebensmonat,
Auffrischung im 11.-18. Lebensjahr; danach alle 10 Jahre – lt. STIKO nur bei Risiko, z. B. Reisen in Regionen mit Infektionsrisiko. 

Diphtherie, TetanusIndikation bei allen Personen ab 3. Lebensmonat, alle Länder.

Pertussis (Keuchhusten) Grundimmunisierung im Alter von 2,3 und 4 sowie zwischen dem 11. bis 14. Lebensmonat. - Auffrischung zwischen 9 und 17 Jahren. Sofern kein adäquater Immunschutz vorliegt sollen Frauen mit Kinderwunsch präkonzeptionell, enge Haushaltskontaktpersonen mit Säuglingen und auch andere Erwachsene mit einem Kombinationsimpfstoff (Diphtherie-Tetanus-Pertussis ggfls. auch Polio geimpft werden, da Keuchhusten inzwischen häufiger bei Erwachsenen auftritt.